Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lud gestern zum „Forum Bellevue: Alles Glaubenssache?“ ins Schloss Bellevue ein. In der Debatte über Islam und Religion in Deutschland ergriff einer der Gäste, Hamed Abdel-Samad, prominenter Gegner des radikalen Islam, die Gelegenheit, die freundliche Außenpolitik der Regierung zu kritisieren und dem Bundespräsidenten nach dessen Glückwunschtelegramm an das Regime zu sagen: #NichtInMeinemNamen!

Auch ich unterstütze diese Kritik, denn wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seinem Glückwunsch-Telegramm zum 40. Jahrestag der iranischen Revolution dem Regime in Teheran „auch im Namen meiner Landsleute“ gratuliert, kann er mich damit nicht gemeint haben! Deshalb unterstützte ich die Kampagne #NichtInMeinemNamen.

Dieses Telegramm enthielt jedenfalls keine Kritik an der iranischen Regierung u.a. wegen schwerer Verstöße gegen die Menschenrechte, nur eine Ermunterung, auch kritische Stimmen im Land anzuhören.

Steinmeier verteidigte in seiner Eröffnungsrede sein Glückwunsch-Telegramm zum Nationalfeiertag als eine jahrzehntelange „diplomatische Gepflogenheit“, da Deutschland sich bemühen müsse, den Gesprächsfaden nie völlig abreißen zu lassen.

Die Rede von Hamed Abdel-Samad in der „Welt“:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article189439671/Telegramm-Islam-Kritiker-stellt-Steinmeier-in-Schloss-Bellevue-zur-Rede.html?fbclid=IwAR1bCmfPi_WfTZjX4bUf_A76mSRn9LAW2-9jshx6M28ekvg2-PE9XH0rR4Y