Heute wird deutschlandweit des Mauerfalls vor 30 Jahren gedacht. Ich weiß nicht, ob Sie sich noch genau das wohl größte Ereignis der jüngeren deutschen Geschichte erinnern können. Was haben Sie damals gemacht? Es ist ein schöner Anlass, sich daran zu erinnern. Viel hat sich seitdem hierzulande verändert. Vieles zum Guten, und wir von der AfD sind uns unserer geschichtlichen Verantwortung bewusst, die die Wiedervereinigung mit sich gebracht hat. Aber viele ehemalige Funktionäre des Unrechtsstaates treiben weiter ihr Unheil in der heutigen Politik. Alte Kader sind wieder am Steuer und es wird höchste Zeit diesem Spuk ein Ende zu bereiten!  #Bernhard

Begrüßenswert ist, dass Berlin endlich, 30 Jahre hat es gedauert!, eine Statue von Ronald Reagan erhält. Diese wurde gestern auf einer Terrasse der US-Botschaft von US-Außenminister Mike Pompeo enthüllt. Reagan besuchte 1987 West-Berlin und hielt eine Rede direkt vor der Mauer. Berühmt ist seine Aufforderung an den damaligen sowjetischen Staats- und Parteichef Michael Gorbatschow: „Mister Gorbachev, tear down this wall!“ (Mister Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!“) Das Land Berlin lehnt dieses Denkmal ab, das spricht für sich. Daher steht es auch auf Botschaftsgelände. Ein Beispiel für die Geschichtsvergessenheit der Linkskoalition. Selbst unser Peinlich-Außenminister Heiko Maas hat es fertiggebracht, in einem Gastbeitrag Verbündeten und Nachbarländern für Ihren Beitrag zu Mauerfall und Wiedervereinigung zu danken. Und wen hat er „vergessen“?! Die USA. Die Schutzmacht und Aufbauhelfer. Ein weiteres Beispiel linker Geschichtsvergessenheit!

Aber um beim Thema Mauerfall zu bleiben: Nach den Wahlen in Thüringen entsetzten sich die Staatsmedien über das Erstarken der AfD, aber das Ergebnis der Linken wurde neutral beschrieben. Wieder Geschichtsvergessenheit! Der ehemalige Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Dr. Hubertus Knabe, schreibt in seinem Newsletter dazu einen sehr interessanten Beitrag. Er als Historiker hat sich die ehemaligen SED-Funktionäre im neuen Thüringer Landtag einmal unter die Lupe genommen, darunter auch einen ein Ex-Stasi-IM. Den Link zu diesem Beitrag finden Sie weiter unten. Es ist erschreckend, dass Aufarbeitung offensichtlich nur eine Worthülse ist. Bestes Beispiel ist die „Aufarbeitungsbeauftragte“ in der Thüringer Staatskanzlei, Babette Winter, die von der Materie offensichtlich wenig Ahnung hat… (ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Einen Link zu einem Beitrag darüber vom MDR gibt es weiter unten).

CDU-Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat jetzt in einem Beitrag in der “Frankfurter Rundschau“ den Wert der DDR-Aufarbeitung für die Demokratie betont. Das ist pure Heuchelei, denn in ihrer Rolle als Stiftungsratsmitglied der Gedenkstätte war sie an der Entlassung von Dr. Knabe beteiligt, zusammen mit Berlins Linkem Kultursenator Klaus Lederer. Diesem war der in linken Kreisen verhasste Knabe schon lange politisch zu unbequem. 118 Millionen Euro wurden laut Grütters für die DDR-Aufarbeitung ausgeben in diesem Jahr. Sie betonte, dass es wichtig sei, „der Opfer der SED-Diktatur zu gedenken“. Erinnerungskultur helfe „bei der Aufarbeitung erschütternden Unrechts und bei der Anerkennung beeindruckender Lebensleistungen“. 

Das muss in den Ohren vieler DDR-Bürgerrechtler wie Hohn klingen angesichts der politischen Entwicklung in diesem Land. In der aktuellen Ausgabe der Zeitung „Junge Freiheit“ erklärte die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Angelika Barbe dazu in einem Interview: „Es ist für mich unfassbar, dass ausgerechnet die SPD ermöglichte, alte SED-Kader wieder in Ämter kommen zu lassen. Leute, die nie ehrlich bereut haben! Etwa Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau die als Kader im FDJ-Zentralrat in der DDR die militärische Erziehung an Schulen organisierte, also Kinder Handgranatenattrappen werfen ließ! (…) 1989 haben wir geglaubt, die Leute ein für allemal los zu sein – heute regieren sie uns wieder. Was für eine Verhöhnung aller ihrer Opfer! 

Zurück zu Grütters: Sie warnte vor dem „erschreckenden Unwissen nicht nur der jungen Generation über die SED-Diktatur“. Dazu hat Herr Dr. Knabe ebenfalls einen sehr ausführlichen Artikel geschrieben (Link dazu siehe unten), in dem er die aktuellen Geschichtsbücher auf die Erörterung des Themas DDR und Friedliche Revolution untersuchte. Sein Fazit ist ernüchternd und erschreckend. Ich behaupte, das ist politisch so gewollt. Denn Geschichtsvergessenheit ist Programm!

Info: Frau Angelika Barbe trat zusammen mit Wolf Biermann und Bärbel Bohley damals in den Hungerstreik vor der Stasizentrale in Ostberlin und war für die SPD von 1990 bis 1994 im Bundestag.

https://hubertus-knabe.de/wahlsieg-der-alten-kader/

https://hubertus-knabe.de/als-gorbatschow-die-mauer-oeffnete/

https://www.fr.de/politik/friedliche-revolution-gruetters-knoepft-sich-13199061.html

https://www.mdr.de/thueringen/landtagswahl/bilanz-fuenf-jahre-rot-rot-gruen-100.html