Man könnte meinen, dass wir wieder uns in einer Zeitkapsel befinden und die DDR auferstehen lassen. Zwar ohne Mauer (wobei ich ja ein Verfechter von geschützten Grenzen bin!), und der Tatsache, dass Menschen nicht gleich ins Gefängnis wandern, wenn sie ihre Meinung sagen. Aber es gibt da eine andere und sehr effektive Methode, Menschen mundtot zu machen. Die Linken sprechen sich die Deutungshoheit darüber zu, was eine moralisch akzeptable Meinung ist. Wer diese nicht vertritt, wird denunziert und als rechts, rassistisch, islamophob oder aber sexistisch tituliert. Man ist ja gleich rechts, wenn man nicht auf identitätslinkem Kurs liegt.

So geschehen jüngst in Leipzig, wo der in der DDR sozialisierte Künstler Axel Krause, der wegen seiner AfD-sympathisierenden Haltung letztes Jahr seinen Ausstellungsplatz in einer Leipziger Galerie verlor, nicht mehr zur jährlich stattfindenden „Leipziger Jahresausstellung“ geladen wurde. Der Grund: viele linke Künstler protestierten u.a. wegen Krauses Kritik an der Flüchtlingspolitik. Krause postete dazu übrigens ein sehr lesenswertes Statement auf Facebook. Ein Auszug: „Während es mir eine Selbstverständlichkeit ist, auch mit Kollegen auszustellen, die ich zu meinen politischen Gegnern zähle, ist einigen jungen Kollegen dies offensichtlich nicht möglich. Was dann folgte, ist den Medien zu entnehmen….“ Das Gerangel um die Ausstellung geht weiter, jetzt soll auch die traditionelle Podiumsdiskussion abgesagt werden. Krause dazu: Es gäbe „keine Ausgewogenheit“ der Gesprächspartner. Eine höchst besorgniserregende Entwicklung, die jetzt immer mehr zur Normalität wird.

Im beschaulichen Heilbronn dürfen wir uns derzeit die vom Steuerzahler finanzierte Ausstellung „Migration und Pflanze“ ansehen. Die Idee: Pflanzen, die aus der Ferne kommen, und Einwanderer sind ähnlich bereichernd und problemlos für uns. Laut der Künstlerin Silke Wagner haben nur leider die zu uns kommenden Menschen das Pech, dass sie in Deutschland systematisch diskriminiert werden. Ach, diskriminiert?! Die grüne Landesverwaltung in Baden-Württemberg und die Stadt Heilbronn haben wie auch überall in diesem Land offensichtlich viel Geld für linke Ideologie und „Belehrungs-Kunst“.  Ich will jetzt gar nicht ausholen und auf die Wortwahl „problemlos“ und „bereichernd“ eingehen. Es ist der blanke Hohn für den gesunden Menschenverstand!

Ist doch interessant, dass all diejenigen, die sich immer für die sogenannte Kunstfreiheit einsetzen, den Künstler Axel Krause ausgrenzen. Politische Korrektheit ersetzt immer mehr die Freiheit der Kunst.