Was geht nur in Kevin Kühnerts Kopf vor? Der Juso-Vorsitzende will sich scheinbar über das grüne Mode-Thema „Enteignungen“ profilieren. Er gilt ja in SPD-Kreisen als das große Talent! Nach seinem Vorstoß in Sachen Immobilien (Zitat: „In Deutschland sollte jeder maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt“), wo er sich Genossenschaften als Eigentümer von Immobilien wünscht macht er jetzt in einem Interview in der „Zeit“ den Vorschlag, Betriebe zu kollektivieren, am Beispiel des Automobilherstellers BMW. Ohne Kollektivierung, so Kühnert, sei eine Überwindung des Kapitalismus nicht denkbar.

Dass er zu Wendezeiten noch ein Baby war, dafür kann er nichts, aber Kühnert scheint im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst zu haben. Wohin die Zwangs-Kollektivierung im real existierenden Sozialismus geführt hat, ist bekannt.

Doch man muss gar nicht so weit in der Vergangenheit herumstochern. Wir sind momentan Zeitzeugen am Untergang des Nationalstaates Venezuela, wo seit über 20 Jahren die Sozialisten regieren und die sogenannten Colectivos „Wundermittel“ wie Verstaatlichung, Enteignung und Umverteilung vollzogen, um das sozialistische Paradies auf Erden zu errichten. Wozu das geführt hat?

Im ölreichsten Land der Welt sind mehr Menschen arm als zu Beginn der sozialistischen Revolution, es gibt Korruption, Vetternwirtschaft und Gewalt. Die Menschen flüchten in Scharen. Kurzum: Ein Land im freien Fall. Ich schlage vor, dass sich Herr Kühnert, bevor er seine Sozialismus-Fantasien kundtut, das Ergebnis seiner Vorschläge vor Ort in Venezuela ansieht!