Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man es glatt als einen Faschings-Witz verstehen: In Hamburg verbietet jetzt eine Kita den Kindern Indianer- und Scheich-Kostüme. Begründung der „Elbkinder-Kita“: Diese Kostüme bedienten Stereotype. Die Leitung achte aber auf eine „diskriminierungsfreie und vorurteilsbewusste Erziehung“, und Federschmuck und Gesichtsbemalung seien respektlos.

Meine Meinung dazu: Das widerspricht absolut dem ursprünglichen Sinn des Karnevals: Spaß zu haben. Lasst die Kinder Kinder sein! Es ist absurd, schließlich ist Fasching. Die Frage ist auch: Wer hätte sich eigentlich verletzt gefühlt? Und, noch wichtiger: Woher kommt eigentlich dieses absurde Denken?

Ich verweise dazu auf die Broschüre „Kids aktuell“ zum Thema Fasching von der Berliner „Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung“. Alleine die Überschrift ist ein Augenöffner: „Fasching vorurteilsbewusst feiern!“ Gefördert wird das Ganze übrigens vom Bundesfamilienministerium…

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