Sie erinnern sich sicherlich noch an die Meldungen vom Landwirt Willi Kremer-Schillings, dessen Felder von sogenannten Klimaaktivisten zertrampelt wurden. Als er seinem Frust auf Twitter Luft machte, wurde er von grünen Politikern noch verhöhnt. Nach dem Motto: Was sind schon ein paar Möhren, wenn es um die große Sache, den Klimaschutz, geht. Dieses respektlose und arrogante Verhalten hat er jetzt in einem sehr lesenswerten Interview in der „Welt“ angeprangert.

Als er sich auf Twitter darüber beschwerte, dass die rund 500 „Aktivisten“ der Gruppe „Ende Gelände“ über seine und die Felder benachbarter Landwirte liefen, wurde er anschließend als „kleinlich“ und engstirnig“ beschimpft: „Ihr bekommt doch Subventionen, werdet entschädigt, regt euch nicht auf“. Der Zweck scheint alle Mittel zu heiligen. Und dass sie keinen Respekt vor fremdem  Eigentum haben, wurde unlängst durch Robert Habeck bestätigt, der Enteignungen ins Spiel brachte.

Herrn Kremer-Schillings ging es dabei aber gar nicht um den finanziellen Schaden, sondern um etwas ganz anderes: um die Unverschämtheit und den Desrespekt vor fremdem Eigentum. Natürlich hätten die Grünen versucht, der Polizei die Schuld zu geben, die die „Aktivisten“ angeblich gezwungen hätte, querfeldein zu laufen, aber dieses Argument lässt der Landwirt nicht gelten.

Das perfide an der Geschichte ist, dass Menschen, die sich als Umweltfreunde bezeichnen, offensichtlich keinen Respekt vor ihrer Umwelt haben. Und schon gar keinen Respekt vor einem Menschen und seinem Eigentum. Herr Kremer-Schillings bringt auf den Punkt:

„Ein wirklich naturverbundener Umweltschützer denkt anders. Der trampelt nicht Hunderte Meter Feld platt, wenn 50 Meter weiter ein Fußweg verläuft. Naturschutz beginnt doch im Kleinen, mit einem achtsamen Lebensstil der Natur gegenüber… Und dadurch schaden die Aktivisten ihrer Glaubwürdigkeit. Wer im Kleinen seiner Verantwortung nicht gerecht wird, dem traut man auch nicht zu, dass er es im Großen schafft“. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

#Bernhard #AfD