Ab dem 22. Mai wird bei Daimler ein anderer Wind wehen – denn dann übernimmt der Schwede Ola Källenius die Führung der Daimler AG. Und er will sich profilieren: Källenius will, dass der Konzern grüner wird. Bis spätestens 2040 will der Schwede das Unternehmen komplett von CO2 befreit haben – das wäre zehn Jahre früher, als es das Pariser Klimaabkommen vorsieht. Dabei will er Kosten sparen – laut „Manager Magazin“ sei ein Wegfall von ca. 10.000 der derzeit etwa 300.000 Stellen denkbar.

Doch das wird nicht so offen kommuniziert wie die neue wohlklingende sogenannte Purpose-Initiative. Wenn man sich auf der Firmenwebseite die Rubrik „Nachhaltigkeit“ ansieht, entdeckt man das Bild eines Windrads. Dieses scheint das neue Daimler-Leitbild zu werden, wie ich einer aktuellen Pressemitteilung zum Thema: „Strategische Weichenstellung im Rahmen der „Purpose“-Initiative: Mercedes-Benz Cars macht Werke CO2-neutral“ entnehmen kann.

Hier erfahre ich, dass bis 2022 alle deutschen Werke über eine CO2-neutrale Energieversorgung verfügen sollen. Dieses sei die erste konkrete Maßnahme der „Purpose“-Initiative, die in den vergangenen Monaten innerhalb der Pkw-Sparte von Daimler angestoßen wurde.

Besonders interessant erscheint mir der folgende Punkt: „Die Purpose-Initiative beschäftigt sich mit der essentiellen Frage nach dem tieferen Sinn („Purpose“) des Unternehmens: Wofür existiert Mercedes-Benz eigentlich?“ Unglaublich! Ich lese weiter: „Denn die Erfindung des Automobils hat Millionen von Menschen Mobilität und letztlich persönliche Freiheit ermöglicht.“ Genau. Und das ist der Punkt – damit wird es bald vorbei sein, wenn es nach dem Willen der ideologisch agierenden sogenannten Klimaschützer geht. Ich verweise diesbezüglich auf das Bild, das der Presseerklärung angehängt ist: Ein Windrad. Das erklärt alles.

Für alle, die das alles noch einmal im Detail nachlesen möchten:

https://media.daimler.com/marsMediaSite/de/instance/ko.xhtml?oid=40390592&relId=1001&fromOid=40390592&borders=true&resultInfoTypeId=172