Es war nur eine Frage der Zeit: die Linken-Chefin Katja Kipping hat sich jetzt der Forderung des Präsidenten des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek angeschlossen, einen „Bundesbeauftragten gegen Muslimfeindlichkeit“ zu berufen. Ähnlich der bereits seit Mai vergangenen Jahres geschaffenen Position „Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung“.

Ich schließe mich hier dem Autoren Henryk M. Broder an. Angesichts der Tatsache, dass die Christen weltweit die meistverfolgte religiöse Gemeinschaft darstellen, fordert er die Ernennung eines „Bundesbeauftragten gegen Christenfeindlichkeit“.  Dass sich Frau Kipping dafür einsetzen wird, ist unwahrscheinlich.  Christen kümmern uns um alles und alle in der Welt – nur ihr Schutz hat leider keine Priorität.

Die Bundeszentrale für politische Bildung stellte jetzt eine Dokumentation vor mit der Aussage, dass eine zunehmende Islamfeindlichkeit mitverantwortlich für den Antisemitismus junger Muslime sei.  Wir müssten islamfeindliche Erfahrungen der Muslime ernst nehmen. Wir sind also Schuld. Was ist mit der Akzeptanz unseres christlichen oder atheistischen Glaubens?

Denn die Christen sind die meistverfolgte religiöse Gemeinschaft: Weit mehr als 200 Millionen Christen leiden laut Schätzungen des christlichen Hilfswerks „Open Doors“ an Verfolgung. Die Christenverfolgung ist nun auch in Deutschland angekommen. Im Sommer 2016 häuften sich laut „Open Doors“ die Angriffe auf Christen in unserem Land. Ich denke, die Antwort, warum gerade seit diesem Jahr, kennen wir. Im Jahr 2017 wurden fast 100 Angriffe auf Christen gemeldet. Ich gehe davon aus, dass diese Zahlen noch steigen werden.

Ich stelle klar: Angriffen und Gewalt gegen jegliche ethnische und religiöse Gruppierungen muss entschieden entgegengetreten werden, aber es hilft wenig, wenn für jede Gruppe ein Beauftragter der Bundesregierung eingesetzt wird. Wer hier leben will, muss die christlich-abendländische Wertekultur tolerieren. Nur so kann es funktionieren.