Der bekannte französische Philosoph und Publizist Alain Finkielkraut, Mitglied der Académie Française, ist in der Vergangenheit durch seine klaren Analysen zum Hassobjekt der Linken und Islamisten in Frankreich geworden. Seine aktuelle Wortmeldung zur BLM-Bewegung in der „Welt“ dürfte ihn  bei den sogenannten Anti-Rassismus-Aktivisten nicht beliebter machen: „Beim Antirassismus geht es leider nicht mehr darum, die Gleichheit der Menschenwürde zu verteidigen, sondern um eine Ideologie, eine Weltanschauung. (…)“  Diese werde bewusst als Instrument eingesetzt, um unerwünschte Realitäten zu zensieren. Finkielkraut hält die Antirassismus-Bewegung für den „Kommunismus des 21. Jahrhunderts“. Das „bürgerliche schlechte Gewissen“ der extremen Linken sei abgelöst worden von der Beschämung „weiß zu sein“. Wie Recht er hat! #Bernhard

Im „Spiegel“ las ich unlängst einen Beitrag eines sogenannten Journalisten, der auf Twitter unter dem Hashtag #KritischesWeißsein (nach der „Kritischen Weißseinsforschung) dazu auffordert „weiße Erfahrungswelten“ zu hinterfragen. Diese kritische Weißseinsforschung ist ein moralisches Regelwerk, das Denkverbote durchsetzen und sogenannte weiße Privilegien beseitigen will. Es beginnt mit Worten „Es ist Zeit einer kritischen Selbstreflexion für uns weiße Menschen“ und endet damit, wie es Finkielkraut im Interview anprangert, dass diejenigen, die sich für „ihr Weißsein“ schämen und an ihrer eigenen Verdrängung aus dem öffentlichen Raum mitarbeiten, an „einer berühmte Universität das Verschwinden der Weißen aus dem öffentlichen Leben feiern“ und einen „Tag der Abwesenheit“ organisieren. So geschehen am Evergreen State College in Washington. Oder an der prestigeträchtigen University of Edinburgh, die 2019 eine „Anti-Rassismus“-Veranstaltung organisierte, an der Menschen mit weißer Hautfarbe nicht teilnehmen durften. (siehe unten). 

Alle Schuld dieser Welt werde dem „toten weißen europäischen Männern“ zugeschoben. Diese Entwicklung, von Finkielkraut treffend als „Auto-Rassismus“ bezeichnet, ist gefährlich und gehört, ich zitiere den Philosophen, „zum erschütterndsten und groteskesten unserer Zeit“. Seine Warnung müssen wir sehr ernst nehmen: „“(…), dass auch die Welt davor (vor Corona) bereits intensiv an der kulturellen Auflösung der Alten Welt gearbeitet hat. Nach der Quarantäne setzt sich dieser Prozess nun fort und das sogar noch schneller.“ 

https://www.welt.de/kultur/plus209419763/Alain-Finkielkraut-Beim-Antirassismus-geht-es-leider-nicht-mehr-um-Gleichheit.html

https://www.spiegel.de/kultur/kritischesweisssein-aufruf-von-malcolm-ohanwe-zur-selbstreflexion-weisser-leute-a-2892bccb-2971-40c7-a272-4224ebe0d48b

https://www.telegraph.co.uk/news/2019/09/27/anti-racism-event-hosted-edinburgh-university-bans-white-people/