Anne Will begrüßte vor kurzem in ihrer Sendung den Präsidenten des „Bundes der Steuerzahler (Pause) innen“, um ihn dann vorwurfsvoll zu fragen, weshalb er seinen Verein noch nicht „gendergerecht“ umbenannt habe. Unsere deutsche Sprache verkommt immer mehr zu einem nicht wiederzuerkennenden Gender-Quatsch (quälende Beispiele erspare ich Ihnen an dieser Stelle). Wie es der Verein Deutsche Sprache e.V. auf den Punkt bringt: „Die sogenannte gendergerechte Sprache beruht erstens auf einem Generalirrtum, erzeugt zweitens eine Fülle lächerlicher Sprachgebilde und ist drittens konsequent gar nicht durchzuhalten. Und viertens ist sie auch kein Beitrag zur Besserstellung der Frau in der Gesellschaft.“ Um dagegen anzugehen, hat die Zeitung „Junge Freiheit“ eine Petition initiiert, die ich Ihnen heute ans Herz legen möchte: „Nein zum Gender-Deutsch bei Medien, Behörden, Bildungseinrichtungen und Kirchen!“ Unter folgendem Link können Sie diese Petition mitzeichnen: https://petitionfuerdemokratie.de/nein-zum-gender-deutsch/

Ich sehe diesen unsinnigen und unnötigen Unfug nicht nur als eine Gefahr für unsere Sprache nach bester Orwellscher Manier (Stichwort Neusprech) sondern auch die Gefahr, dass eine Minderheit an Sprachpolizisten der Mehrheit eine bestimmte Ideologie überstülpen will. Das hat mit Gleichberechtigung nichts zu tun, sondern ist ein Anschlag auf die Rede- und Meinungsfreiheit. Interessant: Laut einer Umfrage im Auftrag der „Welt am Sonntag“ im Mai zeigt sich, dass die Mehrheit der Deutschen (56 Prozent) nichts von Binnen-I und Gendersternchen hält, mit denen politische Aktivisten ihre Mitbürger erziehen wollen. Selbst die Frauen würden sich mehrheitlich gegen eine „geschlechtergerechte“ Sprache wenden (52 Prozent). Warum also dieser Unsinn?

„Aber die schlichte sprachliche Schönheit des Grundgesetzes reicht vielen politischen Aktivisten nicht mehr“, sagte der Kieler Verfassungsrechtler und Rechtsphilosoph Robert Alexy der Zeitung „Welt“. „Sie wollen ihre Mitbürger durch Sprache erziehen und die Wirklichkeit durch Sprache beherrschen.“ 

Deshalb unterstütze ich die Petition der „Junge Freiheit“, ein richtiges und wichtiges Signal und sie verdient jede Unterstützung, bevor unsere deutsche Sprache zu einem nicht wiedererkennbaren Konstrukt geworden ist und die Menschen in diesem Land immer mehr Nachteile erleiden, wenn sie nicht korrekt gendern. Die Unterschriften der Petition sollen an die Intendanten von ARD und ZDF, den Deutschen Städtetag, die Bundesbildungsministerin, den Ratsvorsitzenden der EKD und den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz weitergeleitet werden.

Hintergrund: Es gibt zudem Aufrufe des Vereins Deutsche Sprache (VDS) und der Inititative „Stop Gendersprache jetzt“ gegen „Gender-Unfug“ und „Sprachwillkür“, wo sich Autoren, Journalisten, Wissenschaftler und Personen des öffentlichen Lebens zusammengefunden haben, um den Widerspruch der Bürger gegen die freiheitsfeindliche Ideologie der ‚Gendersprache‘ zu mobilisieren.

Petition der „Junge Freiheit“:

https://petitionfuerdemokratie.de/nein-zum-gender-deutsch/

Aufruf des VDS:
vds-ev.de/gegenwartsdeutsch/gendersprache/gendersprache-unterschriften/schluss-mit-dem-gender-unfug

Aufruf „Stop Gendersprache jetzt“:
stop-gendersprache-jetzt.de

https://www.welt.de/politik/deutschland/article208647269/Umfrage-Mehrheit-der-Deutschen-lehnt-Gendersternchen-ab.html