Wie Mehltau legt sich die kulturmarxistische Politische Korrektheit immer weiter über unser Land: Längst vorbei sind die Zeiten, als Meinungs- und Kunstfreiheit als selbstverständlich galten. Jüngstes Opfer der linksgrünen Gesinnungs- und Meinungspolizei ist die Kabarettistin Lisa Eckhart. Sie wurde jetzt vom Wettbewerb um den Preis des „Harbour Front Literaturfestivals“ in Hamburg, wo sie mit ihrem neuesten Roman „Omama“ nominiert war, zunächst ausgeschlossen, da es Drohungen von Linksradikalen gegeben habe. Die Veranstalter befürchteten, dass die Lesung „gesprengt werden würde“ und sahen sich nicht in der Lage, die „Sicherheit der Besucher und der Künstlerin“ zu gewährleisten. (offizielle Info siehe Link). Nach einem unerträglichen Hin und Her will die österreichische Künstlerin nun selbst nicht mehr teilnehmen. Die „Cancel Culture“ hat die Bundesrepublik offenbar fest im Griff. #Bernhard

Das musste auch der Unionsfraktionsvize Arnold Vaatz (CDU) erfahren. Er warf der Berliner Polizei in einem Gastbeitrag im Onlinemagazin „Tichys Einblick“ vor, die Teilnehmerzahl der Corona-Kundgebung in Berlin kleingeredet zu haben. Diese Methoden erinnerten Vaatz an die DDR:  „Die dreiste Kleinrechnung der Teilnehmerzahlen der Demo vom 1. August durch die Berliner Polizei entspricht in etwa dem Geschwätz von der „Zusammenrottung einiger weniger Rowdys“, mit der die DDR-Medien anfangs die Demonstrationen im Herbst 1989 kleinrechneten.“ Als ehemaliger DDR-Bürgerrechtler weiß Vaatz, wovon er redet. Und weiter heißt es: „Die Kernfrage ist, warum bei gleicher Gefahrenlage die BLM-Demonstration gegen Rassismus allgemein gelobt und toleriert und die Demonstration vom 1. August allgemein verflucht wurde.“ Seine Äußerungen lösten dann im linken politischen Spektrum, wen überrascht es, eine Empörungswelle aus. 

Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind essentiell für eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Eine Demokratie muss kritische Stimmen aushalten können. Es kann zudem nicht sein, dass je nach Zweck einer Demonstration die Einhaltung von Hygieneregeln unterschiedlich beurteilt wird! 

Unlängst erst erfuhren wir, dass der Beitrag des Kabarettisten Dieter Nuhr für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nach einem sogenannten Shitstorm von der DFG-Webseite gelöscht wurde. Hintergrund ist, dass Nuhr von der „politisch korrekten“ Meinungspolizei als „Verharmloser von Klimakrise und Corona-Pandemie“ angegriffen wird, worauf die DFG einen Rückzieher machte und den Beitrag löschte. Der Beitrag wurde dann zwar wieder online gestellt, was auch  die einzig richtige Entscheidung war! Aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt auch hier: 30 Jahre nach dem Ende der letzten Diktatur auf deutschem Boden gibt es zunehmend illiberale, totalitäre Tendenzen in unserem Land. Eine besorgniserregende Entwicklung, der wir uns entgegenstellen müssen! 

https://www.tagesspiegel.de/politik/lisa-eckhart-dieter-nuhr-nurhan-soykan-wie-die-waechter-ueber-das-sagbare-die-redefreiheit-einschraenken/26075780.html

Info der Festival-Veranstalter:

https://www.nochtspeicher.de/presse

Gastbeitrag von Arnold Vaatz:

https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/regierung-und-medien-beschaedigen-ihre-glaubwuerdigkeit/

Über den Streit DFG und Dieter Nuhr:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/streit-um-video-von-dieter-nuhr-fuer-die-dfg-geht-es-jetzt-um-die-reputation/26074846.html