Die Rechnung der „Energiewende“: Zehnfache Netzkosten bis 2045?

Je mehr Haushalte vom Gas wegwechseln, etwa zur Wärmepumpe, desto mehr müssen sich die verbleibenden Kunden die Kosten für das Gasnetz teilen. Die Leitungen unter der Straße brauchen Betrieb und Wartung, egal wie viele Kunden sie nutzen. Diese Kosten stecken im Netzentgelt.
Der Branchenverband BDEW meldet, dass die Entgelte von 2025 auf 2026 bei mehr als 75% der Gasnetzbetreiber wegen der kürzeren Abschreibungszeiten gestiegen sind. Bei 62% sank zugleich die abgenommene Gasmenge. Nach einer Modellrechnung von Agora Energiewende aus 2023 könnten die Entgelte bis 2044 in der Spitze auf das Neun- bis Sechzehnfache steigen. Eine Berechnung des Fraunhofer IFAM sieht für 2045 bis zu 4.300 Euro Netzkosten für einen Dreipersonenhaushalt, etwa das Zehnfache von heute. Gleichzeitig sollen laut Gesetzentwurf ab 2031 alle Stromkunden die Förderkosten für rund 20 neue Gaskraftwerke tragen, die in Dunkelflauten einspringen.
So sieht Planwirtschaft aus: Erst wird das Gas im Keller verteuert, dann das Gas im Kraftwerk subventioniert und am Ende zahlt der Bürger beides. Wieder zeigt sich: Die „Energiewende“ wird zum Energieende. Darum muss die Energiewende enden, denn Heizen muss bezahlbar und frei wählbar bleiben!