Drangsalierte Mittelständler: Für Sicherheit bleiben kaum Ressourcen

Published by Marc Bernhard (RR) on

Am 12. Oktober legten Hacker in Frankreich in Hunderten Filialen die Kühlanlagen lahm, Unmengen gekühlter und gefrorener Waren mussten vernichtet werden. Nun wiederholt sich das Muster in Belgien, Schweden, Finnland, Estland, Luxemburg, Italien, Irland, den Niederlanden und Portugal, und erstmals auch in Deutschland, in einem Markt im niederbayerischen Reisbach. 

Die Temperaturen stiegen auf 50 Grad oder höher. Wer dahintersteckt und was das Motiv ist, ist offen, zu den Angriffen bekannte sich bisher niemand. Hersteller berichten, dass vor allem ältere Anlagen betroffen waren. Händler und Mittelständler verfügen lediglich über begrenzte Mittel, und jeder Euro und jede Stunde, die im seit Jahren immer absurder werdenden Papierkrieg mit Behörden vergeudet werden, fehlen daher bei Wartung und Modernisierung. Als Beispiel sei nur das völlig irre Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz genannt, dessen Vorgaben durch große Kunden auch an kleine Zulieferer weitergereicht werden.

Die Bundesregierung und die EU-Kommission sollten nicht immer noch mehr sinnlose Formulare und Vorschriften erfinden, sondern unsere kritische Infrastruktur schützen und die Angreifer verfolgen. Außerdem muss der Bürokratieauswuchs der letzten Jahrzehnte weitgehend rückgebaut werden, damit die Unternehmen wieder Luft zum Atmen haben, bevor durch solche oder noch schlimmere Ereignisse die Grundversorgung ernsthaft gefährdet wird!