Wirtschaftsministerin Reiche rettet den Winter – für drei Tage!

Es ist Oktober, und die Gasspeicher sind erst zu rund 58% gefüllt, im Vorjahr waren es noch knapp 77%. Die Bundesregierung wiegelte unsere Bedenken in den vergangenen Wochen und Monaten in offiziellen Ausschusssitzungen stets ab, es gäbe überhaupt keine Probleme mit der Gasversorgung, alles im grünen Bereich. Jetzt auf einmal ist sie besorgt vor einem kalten Winter und reagiert urplötzlich mit einem staatlichen Eingriff:
CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat das bundeseigene Unternehmen Sefe angewiesen, bis Mitte Dezember 8 Terawattstunden Gas zu beschaffen und einzuspeichern. Sie will das als klares Signal an alle anderen Energieunternehmen verstanden wissen, ebenfalls Gas für den Winter einzuspeichern. Übrigens, Deutschland verbrauchte 2025 rund 864 Terawattstunden Gas. Die Anordnung entspricht damit etwa 0,9%. Das deckt im Durchschnitt gut 3 Tage des deutschen Gesamtverbrauchs, in der Januar-Spitze nur etwa 2. Für uns ist das keine Lösung, sondern reine Gaskosmetik.
Dass es überhaupt einen staatlichen Eingriff braucht, zeigt: Der Markt erfüllt seine Aufgabe nicht mehr, weil sich das Einspeichern für Händler kaum noch rechnet. Das ist auch das Ergebnis des verfehlten Energiewendewahnsinns. Ob diese Maßnahme einen Gasmangel im Winter verhindert, ist offen. Für Versorgungssicherheit müssen Rahmenbedingungen gelten, in denen sich Einspeichern lohnt. Schluss mit der Planwirtschaft im Energiemarkt!