Geht uns diesen Winter das Gas aus?

Die deutschen Gasspeicher waren Stand 22. August nur zu rund 50,7% gefüllt, im Vorjahr lag der Füllstand am selben Datum noch 17 Prozentpunkte höher bei 68%. Ende Februar war der Füllstand am tiefsten Punkt auf etwa 20% gefallen.
Fällt der vor uns liegende Winter wieder so mild aus wie der vergangene, erreichen wir die 20% Marke jedoch bereits Mitte Januar und landen im Februar bei nur noch 3%, also einer akuten Gasmangellage mit Abschaltungen von Industrie und Teilen der Stromversorgung, insbesondere bei Dunkelflaute, wo am meisten Gas verstromt wird. Der Branchenverband INES bezeichnet den aktuellen Stand als „historischen Tiefstand“ und hält eine ausreichende Befüllung der Speicher für kaum noch erreichbar. Der Energiefachmann Fritz Vahrenholt warnt offen vor einer echten Notstandssituation.
Das Wirtschaftsministerium unter Katherina Reiche verweist stattdessen lediglich auf die Verantwortung der Händler. In der Theorie ist es zwar richtig, dass der Markt regelt, doch die deutsche Energiewirtschaft ist vollständig durchsetzt von sozialistischer Planwirtschaft, weswegen die Marktkräfte schon lange nicht mehr funktionieren.
Wir brauchen dringend und sofort eine 180-Grad-Wende in der Energieversorgung mit einem Energiemix aus Kohle, Gas und Kernkraft für eine verlässliche Grundlast und bezahlbare Versorgungssicherheit statt dem Bangen und Hoffen auf einen milden Winter!